Sich auf das Fahrrad zu schwingen und zum Brötchen holen zu fahren, dürfte für keinen ein ernsthaftes Problem sein.

Doch sobald es stärker in Richtung Sport und Leistung geht, solltest du dir nicht nur Gedanken über die richtige Ausstattung, sondern auch über den Trainingsansatz machen. Wer ein guter Amateur werden will, muss sich intensiv mit dem Radeln als ernstzunehmenden Sport auseinandersetzen.

Auf welche Dinge du bei deinem Start in den Radsport achten solltest, erfährst du hier.

1. Keine utopischen Ziele setzen

Wenn du mit dem Radsport beginnst, solltest du es langsam angehen lassen. Es kann frustrierend sein, sich zu viel zuzumuten und nach dem Training absolut erschöpft zu sein (plus den möglichen Muskelkater am nächsten Tag). Zwar sollte sich das Glücksgefühl einer sportlichen Anstrengung einstellen, doch es zu übertreiben, tut deiner Motivation und deinen Muskeln nicht gut.

2. Habe Spaß beim Fahren

Setze dir nicht direkt das Ziel, das Treppchen beim Radrennen zu besteigen, sondern habe Freude beim Fahren. Das ist nämlich das Wichtigste, um später auch erfolgreich zu sein. Wer sich ständig auf den Sattel quält, wird nicht lange durchhalten und keine Motivation zu besseren Leistungen aufbringen. Ausgeglichene Trainingseinheiten, die fordern, aber bei Laune halten, sind für langfristigen Spaß und steigende Fitness unerlässlich.

3. Auf das richtige Equipment kommt es an

Bevor du dich ins erste Training stürzt und nachher mit Blasen, Schwielen oder Gelenkbeschwerden nach Hause kommst, solltest du dir die Zeit nehmen, um die perfekte Ausrüstung für dich zu finden. Dazu gehört selbstverständlich auch das richtige Fahrrad. Dafür raten wir dir, ein Fachgeschäft zu besuchen, denn nur hier kannst du dich ausgiebig und intensiv beraten lassen. Nimm dir genug Zeit, um verschiedene Modelle auszuprobieren und lass dir Details und Eigenschaften einzelner Räder erklären.

Neben dem Rad gehören auch die richtigen Schuhe unbedingt dazu. Da deine Füße während des Fahrens etwas anschwellen können, sollten sie von Anfang an nicht zu eng sitzen. Auch hier hilft ein Fachberater dir am besten weiter. Lange Schnürsenkel z.B. sind extrem unpraktisch, da sie sich verheddern und zu Stürzen führen können.

Hose und Shirt sollten aus einem leichten und atmungsaktiven Material bestehen. Die Auswahl ist heutzutage enorm, was Sportkleidung angeht. Idealerweise haben die Shorts ein Polster und liegen eng am Körper. Auch das Shirt sollte nicht zu schlabberig sitzen, damit der Wind dich nicht zurückhält.

4. Regelmäßig unregelmäßig trainieren

Das klingt im ersten Moment merkwürdig, aber du solltest nicht jeden Tag dieselbe Tour fahren, sondern in puncto Schwierigkeit und Trainingslänge variieren. Dazu gehört auch, einen Tag Pause einzulegen, um dich zu schonen. Versuche, dich jedes Mal neu zu fordern, aber nicht zu überfordern und wechsle deine Strecken für mehr Abwechslung ab, wenn möglich. Denke auch daran, dich vor und nach dem Training zu lockern und deine Muskulatur zu dehnen.

Außerdem ist es wichtig, dass du vor der Tour nicht mit vollgeschlagenem Magen fährst. Viel zu trinken ist das A und O, vor und während des Fahrens. Die letzte Mahlzeit hingegen sollte 1-2 Stunden zurückliegen, bevor du dich auf dem Rad auspowerst.